5 gute Gründe, warum wir als Mamas (verdammt nochmal) mit aufs Foto sollten
Ein Friendly Reminder an uns Mamas
Wenn ihr durch die Babyfotos eurer Kinder blättert, mal ehrlich, wie oft ist euer süßer Schatz darauf zu sehen? Beim Spielen, Krabbeln, goldig und glücklich schauen? Und wie oft bist du es als Mami? Schätzungsweise bei einem von 1000 Bildern? Kommt dir das bekannt vor? Gerne zücken wir für DAS EINE BILD unser Handy und versuchen in einem verzweifelten Selfie-Versuch uns mit aufs Bild zu bekommen: mit riesigem Kopf, verzerrtem Gesicht, unwirklichem Lächeln, das Kind irgendwo neben uns, klein, verwackelt, Bild ist Bild und Hauptsache wir sind mit drauf. Können zeigen, ja regelrecht schon beweisen: Wir waren auch dabei in der Kindheit unserer Kinder! Es gab uns wirklich. Kein Witz!
Von manchen Mamis lese ich sogar Sätze wie: ‚Aus dem ersten Jahr mit meinem Kind habe ich nur 5 Bilder, auf denen ich auch zu sehen bin.‘
Oh Gott, können wir das bitte ändern? Können wir uns hier und jetzt und für immer bewusst werden, wie wichtig es ist, dass auch WIR mit unseren Kindern auf ein und dasselbe Bild gehören?
Hier kommen 5 gute Gründe, warum wir als Mama nicht nur mit aufs Bild sollten, sondern es eher schon müssen.
1. Wir gehören eben dazu
Grund 1 ist ganz simpel: Wir gehören einfach dazu. In den meisten Fällen haben wir unser Kind mehr als 9 Monate unterm Herzen getragen, es unter enormen Kräften und Schmerzen geboren. Es gestillt, gewickelt, umsorgt, getröstet. Gemeinsam gelacht, gemeinsam geflucht. Das ist unsere gemeinsame Geschichte und da gehören wir sowas von mit dazu! Fotografien können diese gemeinsame Familienzeit, den Anfangszauber des Wochenbetts, das Stillen, Fläschchen-Geben und Wiegen uns für immer bewahren. Und dabei rede ich von soo vielen Alltagsmomenten, die es Wert sind festgehalten zu werden – und nicht von dem einen gut gemeinten Selfie in Freizeitpark oder Urlaub.
Es gab uns wirklich. Kein Witz!
2. Ein wertvoller Schatz für deine Kinder
Ich weiß noch in einem Jahr an Weihnachten – im Übrigen auch so ein Einmal-im-Jahr-Ereignis, bei dem wir Mamas es eventuell mal aufs Bild schaffen – auf jeden Fall an diesem Weihnachten habe ich den Film ‚The Family Stone (Die Familie Stone – Verloben verboten)‘ gesehen. Der Film an sich geht als klassische Hollywood-Weihnachtskomödie durch mit teils amüsanten, teils sentimentalen Momenten. Doch da war diese eine Szene, in der das Foto einer Mutter gezeigt wurde. Auf dem Bild saß sie auf einem Sessel und hielt sich mit einer Hand den schwangeren, kugelrunden Bauch. Den Kopf stützte sie leicht auf die andere Hand. Sie hatte so ein überglückliches Lächeln im Gesicht. So eine Vorfreude. Voller Zufriedenheit. Ich weiß, dieses Bild ist auch nur ein gestelltes. Aber in diesem Moment war ich verzückt und fragte mich zugleich, ob es so Momente im Leben meiner Mutter auch gab? Sie fehlt auf Bildern, stand selbst meist hinter der Kamera. Sie fehlt mir für mich auf diesen Fotos!
Indem du dich mit auf die Fotos gesellst, und zwar am besten ungestellt, in Alltagsmomenten, erhalten deine Kinder einen so wertvollen Schatz! Diese Bilder sagen so viel über deine Beziehung mit ihnen aus. Über Nähe und Geborgenheit. Diese Bilder werden die wertvollsten sein, die deine Kinder von dir erhalten. Und sie werden sie hüten und immer wieder in Händen halten, wenn sie sich an die Zeit damals zurückerinnern wollen, wenn sie Kummer haben, wenn sie sich geborgen fühlen wollen. Wenn du gerade nicht in ihrer Nähe bist – oder auch, wenn du für immer gegangen bist. Solche Bilder stärken deine Kinder auf eine gewisse Art und Weise.
3. Fotos schaffen Erinnerung
Bilder können sich ins Gedächtnis brennen. Manchmal sind Augenblicke tatsächlich verflogen. Sie existieren nur noch in einem Unterstübchen in unserem Gehirn. Wir können uns nur noch wage an sie erinnern, haben nur noch Umrisse der Gesichter und Personen im Kopf, die dabei waren. Haben wir aber ein Bild von diesem Moment, das wir immer und immer wieder betrachtet haben, können wir uns viel besser an die Details des Moments erinnern – selbst wenn wir das Bild gerade nicht zur Hand oder es schon lange nicht mehr angesehen haben. Von meinem Kind fallen mir tatsächlich viele Bilder ein, Szenen, Grimassen, die ich fotografisch festgehalten habe. Versuche ich mich an die realen Momente zu erinnern, fällt es mir schwer sie ganz zu fassen.
Hinzu kommt noch ein wundersamer Faktor: Bilder schaffen Wirklichkeit. Hast du auch schon mal eine Geschichte deiner Kindheit erzählt, bis ins Detail hinein, und später festgestellt, dass du eigentlich noch viel zu jung warst, um dich wirklich erinnern zu können? Es waren deine Eltern oder ältere Geschwister, die diese Geschichte noch und nöcher erzählt haben, davon geschwärmt und auf Familienfeiern berichtet haben. Sodass du eben dieses Wissen zu deinem adaptiert hast.
So funktioniert das auch mit Bildern. Denn auch hier können wir uns die Frage stellen, erinnere ich mich wirklich an das Ereignis selbst oder reicht das wiederholte Betrachten des Fotos aus, damit unser Gehirn uns vorgibt: ‚Genau, du kannst dich daran erinnern!‘? Mir fällt da gleich eine Szene aus meiner Kindheit ein. Ich war 2 Jahre alt als mich meine ältere Schwester aus dem Schlafsack befreite und wir für einen kurzen Moment ins Bad huschen konnten. Hier bemalten wir allerlei Sachen mit dem roten Nagellack unserer Mutter. Als diese uns entdeckte, machte sie erst einmal Fotos. Noch immer sehe ich diese Fotos vor mir und höre die Geschichten dazu. Ich weiß genauuuuu, wie es ablief. Oder eben nicht. Denn ich war 2 Jahre alt. Ich weiß es aus Fotos und Erzählungen.
Ist dann immer nur der Papa auf Bildern zu sehen, baut sich unser Gehirn die Geschichte unserer Kindheit eben auch anders auf – egal, ob es die Mama war, die immer hinter der Kamera stand. Irgendwer musste diese Fotos ja auch machen. Aber sie war eben nicht richtig dabei in diesen tollen Momenten.
Wir lernen uns an eine andere Kindheit zu erinnern, die, die wir auf Bildern sehen. Gerade, wenn wir noch zu klein waren, Erlebnisse abzuspeichern.
Und da wollen wir doch Bilder mit all unseren Liebsten – eben auch mit Mami.
4. Ein Geschenk an dich selbst
Deshalb: Mach dir dieses Geschenk auch an dich selbst. Denn auch du wirst Dinge vergessen. Wie klein sie mal waren. Wie hart die Zeit für dich war. Wie wundersam sie war. Wie viel Liebe drin steckte. Was sie für Quatsch machten und Grimassen schnitten. Dass sie dich gebraucht haben. Die Zärtlichkeiten und das Kuscheln.
Wenn die Kinder größer oder sogar schon aus dem Haus sind, wenn Jahre vergangen sind, dann blickst du voller Freude und Sehnsucht auf diese Zeit zurück. Wenn du dir nicht mehr vorstellen kannst, wie das mal war.
Zudem verfliegen manche Kindheitsstadien einfach viel zu schnell. Schneller als andere. Die wundervolle Zeit des Wochenbetts etwa. Hier bist du, sind wir mal ehrlich, auch einfach viel zu K.O., dir über Fotos groß Gedanken zu machen. Das Handy ist oft schneller zur Hand und nicht selten vergisst du Momente aufzunehmen, deren Wichtigkeit dir erst später bewusst wird: etwa Fotos beim Stillen deines Babys. Wie fantastisch wären denn solche Fotos von dir und deinem Neugeborenen? Wenn es schon absehbar für dich ist, dass du das Wochenbett genießen und dir dazu keine Gedanken machen möchtest, dann gibt es dokumentarische Fotografinnen wie mich, die dir bei diesem Punkt auf deiner To-Do-Liste helfen.
Jetzt ist der richtige Zeitpunkt!
Stell dir doch mal vor, ihr sitzt auf dem Sofa und blättert gemeinsam durch eure Fotobücher, voll gepackt mit eurem Leben, eurem wahren Leben. Und die Mama muss keiner auf den Bildern suchen. Da ist sie ja! Auf so vielen wunderbaren Fotos mit ihren Kindern und Lieblingsmenschen.
5. Jetzt ist der richtige Zeitpunkt
Vielleicht bist du aber auch ein Aufschieber. Du weißt genau, dass du auf solche Fotos gehörst! Nur, es ist gerade viel los, es passt gerade nicht. Dabei entstehen dokumentarische Fotos immer nebenbei, zwischendurch. Sie unterbrechen euren Familienalltag nicht, sondern leben von ihm.
Jetzt ist immer der richtige Zeitpunkt für tolle Familienfotos. Ihr werdet nie wieder so sein wie jetzt. Jetzt erlebst du diese bedeutende, chaotische Familienzeit, die noch in vielen Jahren für Gesprächsstoff auf Familienabenden sorgt.
Stell dir doch mal vor, ihr sitzt auf dem Sofa und blättert gemeinsam durch eure Fotobücher, voll gepackt mit eurem Leben, eurem wahren Leben. Und die Mama muss keiner auf den Bildern suchen. Da ist sie ja! Auf so vielen wunderbaren Fotos mit ihren Kindern und Lieblingsmenschen.
Eure Olivia von Linsenliebling
Sei mit auf Deinen Familienfotos!